Die Bibliothek des Museums für Völkerkunde Dresden

"Bilder zum Lernen und Vergnügen für Kinder und deren Eltern". Umschlag eines illustrierten Wörterbuches, herausgegeben von Kolff.
"Bilder zum Lernen und Vergnügen für Kinder und deren Eltern". Umschlag eines illustrierten Wörterbuches, herausgegeben von Kolff.
Geschenk der Kaiserlich Japanischen Regierung,1901
Geschenk der Kaiserlich Japanischen Regierung,1901

Mit der Gründung des Königlich Zoologischen und Anthropologisch- Ethnographischen Museums wuchs analog zu den Sammlungen im Dresdner Zwinger eine „Handbibliothek ... zum Gebrauche der Sammlungsbeamten, d.h. zum Zwecke der Bestimmung und wissenschaftlichen Bearbeitung der vorhandenen Objecte ...“.  Seit 1886/87 wurde sie durch einen umfangreicher Schriftentausch und Neuerwerbungen kontinuierlich erweitert. Die ab 1921 Staatlichen Museen für Tierkunde und Völkerkunde trennten in den 1940er Jahren ihre Bestände. Seit dem Umzug in das Japanische Palais in den 1950er Jahren konnte die Bibliothek nach Absprache auch öffentlich genutzt werden. Zusammen mit Sammlungen, Werkstätten und Arbeitsräumen erhielt die Bibliothek im Jahr 2000 ihren derzeitigen Standort im A.B. – Meyer-Bau in Dresden-Klotzsche.

Die Bibliothek wurde - nach 130 Jahren mit wachsendem Bestand, Austausch, inhaltlicher Profilierung und fachbibliothekarischer Betreuung - eine innerhalb des regionalen und überregionalen Bibliotheksnetzes anerkannte wissenschaftliche Spezialbibliothek mit beträchtlichen Beständen an ethnologischer Fachliteratur.

Die Sammelgebiete der Bibliothek umfassen Ethnologie, Anthropologie, Regionalwissenschaften, Kultur- und Kunstgeschichte, Museologie, Volkskunde und Nachbarwissenschaften.

Etwa 16 % beträgt der Anteil des historischen Buchbestandes aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, Schwerpunkte sind hier die historischen Reise- und Expeditionsberichte, die frühen Veröffentlichungen zu Indonesien und Ozeanien und außerdem die Sondersammlung von Fachliteratur zur physischen Anthropologie.

Nach der Fusion der Völkerkundemuseen Leipzig, Dresden und Herrnhut zu den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (SES) wurden die Bestände der drei wissenschaftlichen Bibliotheken zur wissenschaftlichen Bibliothek der SES zusammengefasst. Sie gehört nun mit über 350.000 Medieneinheiten zu den größten ethnographischen Spezialbibliotheken Deutschlands. Für die Erwerbungen werden neben dem Kauf auch der Tausch mit anderen weltweiten Facheinrichtungen und Schenkungen genutzt. Die Bibliothek der SES steht mit ca. 400 nationalen und internationalen Partnereinrichtungen im wissenschaftlichen Schriftentausch.

Ab August 2012 steht die Bibliothek jeweils donnerstags von 12 bis 18 Uhr allen Interessierten offen. Die Bestände stehen in einem großzügigen Freihandbereich zur Nutzung zur Verfügung; modern ausgestattete Arbeitsplätze ermöglichen umfängliche Recherchen. Die Literaturausleihe ist sowohl über die Museumsbibliothek als auch über die Kunstbibliothek im Residenzschloss möglich.

Die Liste der von den SES herausgegebenen Publikationen kann auf der Website der SES eingesehen werden. Dort erfahren Sie auch, wie die Publikationen bezogen werden können.

Anschrift

Königsbrücker Landstraße 159
01109 Dresden
Telefon: 0351 / 49 14 3401 

Lageplan als PDF

Öffnungszeiten

donnerstags 12-18 Uhr

Leiterin der Bibliothek

Dr. Birgit Scheps-Bretschneider
Telefon: 0341 / 97 31 915
birgit.scheps@ses.museum

Ansprechpartnerin:

Dipl. ethn. Sigrun Nützsche
Wiss. Bibliothekarin
Tel.: 0351 / 49 14 3470
sigrun.nuetzsche@ses.museum

 

Im WebOPAC können Sie nach verfügbaren Medien im Bestand der Kunstbibliothek und der Bibliothek des Museums für Völkerkunde Dresden suchen.
Direkt zum  WebOPAC

Weitere Informationen finden Sie hier.